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21.06.2018 - 21.06.2018
Veranstaltungsart: Konferenz

Das EU-Projekt „Gemeinsam Grenzenlos Gesund“ zog im Rahmen einer Konferenz eine erfolgreiche Bilanz zur Projekt-Halbzeit. Das einzige Endometriose-Zentrum in Niederösterreich im Landesklinikum Melk bekam die EU-Zertifizierung der Stufe 1 verliehen. Zudem erhielt erstmalig eine niederösterreichische Patientin eine Strahlentherapie im Krankenhaus in Znaim.

Die Projektpartner zogen am 21. Juni 2018 im Rahmen einer bilateralen Konferenz Bilanz zur Projekt-Halbzeit: Während das Landesklinikum Melk als einziges Endometriose-Zentrum in Niederösterreich die EU-Zertifizierung der Stufe 1 verliehen bekam, konnte auch erstmals eine niederösterreichische Patientin im Krankenhaus Znaim strahlentherapeutisch behandelt werden. All dies wäre ohne grenzüberschreitende Zusammenarbeit nicht möglich gewesen. "Wir müssen europäische Gesundheitsregionen fördern, um die wohnortnahe medizinische Versorgung der Bevölkerung im Grenzraum zu verbessern. Das stärkt auch die lokalen Strukturen, bringt Wertschöpfung und sichert Arbeitsplätze in der Region. Zudem profitiert Niederösterreich vom länderübergreifenden Ideen- und Wissensaustausch“, betonte NÖGUS Vorsitzender Landesrat Dr. Martin Eichtinger die Wichtigkeit der Kooperation mit den benachbarten tschechischen Regionen. „Das Projekt ‚Gemeinsam Grenzenlos Gesund‘ ist ein Best-Practice-Beispiel auch für andere Regionen in Europa. Die Ergebnisse unserer Zusammenarbeit sind ein Meilenstein auf unserem gemeinsamen Weg. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit“, so Antonín Tesařík, Ratsmitglied der Region Südmähren.

Nach einer informativen Projektpräsentation durch die Projektverantwortlichen erhielten Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Konferenz spannende Einsichten in die Praxis der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung. Prim. Dr. Leopold Wanderer (LK Melk) und Prim. Dr. Radek Chvátal (Krankenhaus Znaim) erläuterten die Ergebnisse ihrer gemeinsamer Arbeit: Seit Projektbeginn wurden in Melk bereits 143 Frauen erfolgreich gegen Endometriose behandelt. 15 Patientinnen wurden nach Abschluss der Behandlung glücklich schwanger. Prim. MUDr. Miroslav Kavka, MBA (Krankenhaus Znaim) und Denisa Böhm (LK Hollabrunn) berichteten über die erste niederösterreichische Patientin, die freiwillig eine strahlentherapeutische Behandlung im Krankenhaus in Znaim in Anspruch genommen hat.

Brigitte van der Zanden (Stiftung euPrevent Euregio Maas Rhein) lieferte externe Impulse aus dem Westen Europas und unterstrich die Bedeutung der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung für die Lebensqualität der lokalen Bevölkerung.

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